Erinnerung-Jugendarbeit-Begegnung

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Zeitgeschichte und Erinnerungspolitik, Jugendarbeit und Jugendbegegnung – das waren in den vergangenen Wochen Schwerpunkte im vom Deutsch-Russischen Austausch e. V. betreuten Jugend- und Fachkräfteaustausch im Rahmen des Städtepartnerschaftsprogramms Berlin-Moskau. Eine erste Reise beschäftigte sich dabei mit staatlich sanktionierten Formen von Erinnerung, aber auch mit privatem Gedächtnis und Gedenken. Jugendliche aus der Freizeiteinrichtung Bungalow und dem Kinder- und Jugendhaus Mariendorf (KiJuM) trafen in Moskau auf Kriegsveteranen und Studierende, um mehr über die russische Sicht auf den Zweiten Weltkrieg zu erfahren. Eine Diskussionsrunde mit Studierenden der Universität für Finanzen und Industrie “Sinergija” zeigte die große Relevanz, aber auch die Wirkung von Tabuisierungen, die das Thema in Russland bis heute hat. Dass interkulturelle Begegnung auch ohne perfekte Fremdsprachenkenntnisse funktioniert, erfuhren derweil Teilnehmer/innen eines weiteren Programms, das die Berliner Technische Jugendfreizeit- und Bildungsgesellschaft (tjfbg), das Jugendhaus für wissenschaftliche Kreativität und den Palast für Kinder- und Schülerkreativität “Intellekt” (beide Moskau) verband. Unter dem Motto “Wir bauen eine Brücke zur Welt” trafen sich Kinder und Jugendliche im Alter von 11 bis 16 Jahren in Berlin in der Jugend-Technik-Schule der tjfbg zum Bau von Kurzwellenempfängern. Das gemeinsame Vorwissen schuf die Voraussetzung zur Verständigung – die Sprache der Schaltzeichen ist international. Im Rahmen einer dritten Austauschreise gingen Fachkräfte vom Moskauer Institut für internationale sozial- und geisteswissenschaftliche Beziehungen und dem städtischen Departement für Kultur in Berlin der Frage nach, wie freie Träger und Verwaltung im Bereich Jugendarbeit zusammenwirken. Die Delegation besuchte unter anderem das Mehrgenerationenhaus Phoenix, das mit etwa 70 – zum Teil russischsprachigen – Freiwilligen und Ehrenamtlern zusammenarbeitet. Die Reisen wurden von der Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft sowie vom Departement für Kultur der Stadt Moskau gefördert.

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Posted on October 28, 2013, in Allgemeine Information / Генеральная информация. Bookmark the permalink. Leave a comment.

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