Durch die gemeinsame „Sprache“ der Technik Brücken bauen

Zu einem beeindruckenden Projekt über die Möglichkeiten des gegenseitigen Verstehens über Sprachbarrieren hinweg gestaltete sich die deutsch-russische Begegnung „Wir bauen eine Brücke zur Welt“. Vom 5. bis 9. Oktober 2013 trafen sich dabei Kursteilnehmer der JugendTechnikSchule der Technischen Jugendfreizeit- und Bildungsgesellschaft (tjfbg) aus Berlin und zweier Moskauer Partnereinrichtungen – des Jugendhauses für wissenschaftliche Kreativität auf den Sperlingsbergen und des Palastes für Kinder- und Schülerkreativität “Intellekt” – zum gemeinsamen Bau von Kurzwellen-Empfängern.

Es zeigte sich, dass die „Sprache“ der Schaltzeichen international ist und sie von jedem Ingenieur oder jeder Technikerin – wo immer sie auch zu Hause sein mögen – verstanden wird. Das gemeinsame Wissen schuf eine wesentliche Voraussetzung für die erfolgreiche Durchführung des Projektes. Die Montage dieses einfachen Radios nach Reißnagel-Layout bereitete sowohl den russischen als auch den deutschen Teilnehmern im Alter von 11 bis 16 Jahren großes Vergnügen. Auf Initiative der Moskauer Gäste entwickelte sich sogar ein regelrechter Wettbewerb, bei dem man doppelte Lorbeeren ernten konnte: Gesucht wurde der Teilnehmer, der als erster einen funktionierenden Empfänger vorweisen konnte, aber auch derjenige, dessen Radio die besten Empfangseigenschaften aufwies. In beiden Disziplinen hatte die russische Seite die Nase vorn, was u. a. daran gelegen haben mag, dass von den Partnern nur die Besten der Besten für die Reise nach Berlin ausgewählt wurden.

Letztlich aber waren alle Beteiligten Gewinner – nicht nur in fachlicher Hinsicht. Die engen Kontakte zwischen den deutschen und russischen TeilnehmerInnen erweiterten die persönlichen Horizonte, förderten das Verständnis für die Probleme, Sorgen und Wünsche der „anderen Seite“, führte Menschen zusammen, die sich sonst vermutlich niemals getroffen hätten.

Dass wir als Gastgeber die Begegnung auch nutzten, um unseren Gästen Berlin und seine wunderschöne Umgebung zu zeigen, ist selbstverständlich. So gab es eine Sightseeing-Tour durch die Bundeshauptstadt mit anschließendem Eisbeinessen im „Nante-Eck“, einen Besuch im Sendermuseum der Rundfunkstadt Königs Wusterhausen, Mutproben im Raumfahrtzentrum Orbital sowie eine „große Rundfahrt“ mit der Berliner Parkeisenbahn.

Beeindruckt vom Programm, gab es von den Gästen anerkennende Worte und eine Einladung zum Gegenbesuch. Mit hoher Wahrscheinlichkeit treffen wir uns wieder – in der russischen Hauptstadt 2014. Unsere gemeinsam errichtete Brücke hat ihre Tragfähigkeit bereits unter Beweis gestellt – und über die Kurzwelle führt sie hinaus in die Welt!

Sieghard Scheffczyk 

Projektleiter

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Posted on November 26, 2013, in Allgemeine Information / Генеральная информация. Bookmark the permalink. Leave a comment.

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