Author Archives: romanelsner

Teilnehmer_innen aus Berlin für Schulolympiade im Zeitraum 3.–10. September 2016 in Moskau gesucht!

Springbrunnen

8 Schüler_innen aus Berlin, die sich gerne außerhalb der Schule mit naturwissenschaftlichen Aufgaben auseinandersetzen, überdurchschnittliche Kenntnisse in Mathematik, Physik, Chemie, IT besitzen, können ihre eigenen Fähigkeiten einmal außerhalb der Klasse beweisen. Pro Fach werden jeweils 2 Teilnehmer_innen aus der Gruppe im Wettstreit gegen andere Gruppen antreten und ihr Wissen unter Beweis stellen. Neben der Teilnahme an der Olympiade bekommen die Teilnehmer_innen die Möglichkeit die russische Hauptstadt durch ein umfangreiches Kulturprogramm zu erleben sowie neue Kontakte mit Teilnehmer_innen aus aller Welt zu knüpfen.

Die Berliner Gruppe wird von Mitarbeiter_innen des DRA e.V. betreut und begleitet. Untergebracht werden die Jugendlichen gemeinsam mit den Betreuer_innen des DRA während der Olympiade im Hotelkomplex „Delta und Gamma“ in Moskau. Nähere Information zu dem Hotelkomplex finden Sie hier. Die Teilnahme an der Olympiade erfolgt im Rahmen der Städtepartnerschaft Berlin – Moskau und wird von Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft Berlin sowie vom Department für Bildung der Stadt Moskau unterstützt.

Bewerben können sich Schüler_innen im Alter von 14 bis 18 Jahren bis zum 6. Juni 2016. Nähere Information findet ihr hier.

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Treffen Berliner Akteure zur Berlin-Moskau-Städtepartnerschaft

Gruppe

Heute organisierte der DRA gemeinsam mit der Senatskanzlei Berlin ein Treffen für interessierte Akteure der Berlin-Moskau-Städtepartnerschaft. Ziel war eine gegenseitige Vernetzung der staatlichen und nichtstaatlichen Träger. Gerd Kronmüller und Dr. Olaf Kühl von der Senatskanzlei Berlin informierten bei dieser Gelegenheit zugleich über aktuelle Entwicklungen in den städtepartnerschaftlichen Beziehungen. Einen Austausch gab es zu möglichen Projektvorhaben sowie über ein neues Memorandum, welches eine neue Grundlage für die Beziehungen zwischen den beiden Städten bilden soll. Thematisiert wurde dabei u. a. wie Austauschmaßnahmen nachhaltiger gestaltet und die Ergebnisse besser sichtbar oder Visaverfahren vereinfacht werden können. Ausgetauscht wurde sich ebenso auch über die Gründung eines Partnerschaftsvereins und Austausch mit Moskauer Akteuren. Ein weiteres Treffen ist für September-Oktober geplant. Interessierte Berliner Akteure können sich aber bereits jetzt unter https://austausch.org/berlin-moskau-formular.html registrieren.

Treffen für alle interessierten Berliner Träger der Städtepartnerschaft Berlin-Moskau am 28. April, Berlin

2016 besteht die Städtepartnerschaft zwischen Berlin und Moskau 25 Jahre. Um der zuletzt von diversen Hürden erschwerten Partnerschaft im Jubiläumsjahr einen neuen Impuls zu geben, laden der Detsch-Russische Austausch e.V. und der Referent des Regierenden Bürgermeisters von Berlin für die Arbeit mit Russland, Olaf Kühl, am 28. April 2016 zu einem Treffen von 10.00 – 16.00 Uhr in das Rote Rathaus ein. Die Zusammenkunft dient der Vernetzung von interessierten Akteuren, dem informellen Erfahrungsaustausch und der Erörterung zukünftiger Pläne und Ideen für die Arbeit mit Moskauer Partnern. Diskutiert und abgestimmt werden u.a. mögliche Themenschwerpunkte und Formate, um nachhaltige Beziehungen zwischen den Berliner und Moskauer Akteuren aufbauen zu können. Eingeladen sind Interessenten u.a. aus der freien Trägerschaft von Sozialem bis Kultur in Berlin, aus Verwaltung, Jugendarbeit, regionaler Wirtschaft und weiteren Bereichen. Eine ähnliche Initiative ist auf Moskauer Seite vorgesehen und soll im Herbst zu einer Begegnung von Vertreter_innen beider Städte führen. Aufgrund der begrenzten Zahl an Plätzen bitten wir um eine Interessenbekundung bis 20. April per Onlineformular. Fragen beantwortet Roman Elsner (Mail: Roman.Elsner@austausch.org, Tel.: 030 44 66 80 25). Ort des Treffens: Rotes Rathaus (Jüdenstraße 1, 10178 Berlin), Raum 219, Zeit: 10.00 – 16.00 Uhr.

Teilnehmer_innen des Austauschs „Meine-Deine-Unsere Geschichte“ diskutieren über unterschiedliche Errinerungen an den Zweiten Weltkrieg

B-M_Geschichte 2Im Rahmen der Berlin-Moskau-Städtepartnerschaft und der Projektreihe „Meine-Deine-Unsere Geschichtewurde vom 7.-12. Dezember wieder eine Jugendbegegnung in Berlin durchgeführt. Organisiert und betreut wurde der Austausch durch den Deutsch-Russischen Austausch e.V. (DRA) in Zusammenarbeit mit dem Kompetenzzentrum für Prävention und Empowerment (ZWST) und der re-flow GMBH, der Moskauer Deutschen Zeitung (MDZ) und dem Jugendzentrum „Fuchsbau“. Nach Berlin kamen die 6 Moskauer Teilnehmer_innen mit großen Erwartungen. Neben dem großen Interesse an dem Austausch mit deutschen Gleichaltrigen zur Wahrnehmung des Zweiten Weltkriegs in Russland und Deutschland, war auch das Interesse am aktuellen Umgang mit Flüchtlingen in Berlin sehr groß. Zentraler Bestandteil Reise war aber die Begegnung zwischen den Russischen und Deutschen Teilnehmer_innen. In den verschiedenen Gesprächen wurde dabei festgestellt, dass die Geschichte von jeder Familie mit dem Krieg verbunden ist. Einige Familien mussten wegen des Krieges umziehen, andere haben ihre Kontakte zu Familienangehörigen verloren. Diese und weitere Gemeinsamkeiten halfen dabei, offen über verschiedene Ansichten zu diskutieren. Die Teilnehmer_innen aus beiden Ländern diskutierten dabei unter anderem über  die verschiedene Geschichtsaufarbeitung mit Blick auf den Zweiten Weltkrieg oder dem  Phänomen der „Ostalgie“. Kritisch sahen dabei insbesondere die Moskauer Teilnehmer_innen, dass junge Leute aus Westeuropa wenig über den Beitrag und die Bedeutung der Sowjetunion im Zweiten Weltkrieg wissen. Mit Blick auf die Ursachen der Entstehung von Kriegen, waren sich am Ende alle Teilnehmer_innen einig, dass unterschiedliche Meinungen zwar manchmal schwer auszuhalten, aber wertvoll sind.

Berufliche und soziale Integration von Menschen mit Behinderungen

Im Rahmen der Austauschbegegnung „Berufliche und soziale Integration von Menschen mit Behinderungen“ war im Zeitraum 23.-27. November erneut eine Delegation aus Moskau zu Gast in Berlin. Die Gruppe bestand aus Leiter_innen und Mitarbeiter_innen Moskauer Zentren zur Integration und Rehabilitation von Menschen mit Behinderungen. In Berlin besuchte die Gruppe verschiedene Einrichtungen wie zum Beispiel das Theater „Thikwa“, wo kreative Kompetenzen gefragt sind, oder wo es um handwerkliches Geschick geht, wie bei der Reparatur von Fahrrädern. Darüber hinaus wurde ebenso ein  Integrationskindergarten besucht, wo die Teilnehmer_innen einen Einblick in das Leben einer  Integrationsgruppe bekamen. Kinder mit und ohne Behinderungen werden dort zusammen betreut, um sie so besser auf die Schule vorzubereiten. Ähnliche Konzepte werden dabei auch in Moskau  an Integrationsschulen ptraktiziert, worüber sich intensiv ausgetauscht wurde. In Berlin konnte die Gruppe jedoch nicht nur Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen kennenlernen, sondern auch einige Ideen mit nach Moskau nehmen. Besonders interessant war der Besuch in einer Cafeteria, wo Menschen mit Behinderungen arbeiten können. Die Teilnehmer_innen haben leckere Gerichte probieren können und auch eine Kunstwerkstatt der Cafeteria besucht.

Bibliotheken als Innovationszentren

Bibliotheken 1Zurzeit hat Moskau mehr als 400 Bibliotheken, die jedoch nicht über ein zentrales System verbunden sind. Um das Bibliotheksystem in Moskau bequemer für die Leser zu gestalten, wollten sich Vertreter_innen des Moskauer Departements für Kultur einen Einblick in das Berliner Bibliothekssystem verschaffen. Aus diesem Anlass hat der DRA in Zusammenarbeit mit der Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft im Rahmen der Städtepartnerschaft Berlin-Moskau einen Fachkräfteaustausch zum Thema „Bibliotheken als Innovationszentren“ organisiert. Vom 2.-6. November besuchten dabei vier Vertreter_innen des Moskauer Departements für Kultur zahlreiche öffentliche Bibliotheken, darunter auch die Zentral- und Landesbibliothek Berlin. Bei den verschiedenen Terminen wollten die Moskauer Fachkräfte vor allem erfahren, wie die Bücher und Zeitschriften bestellt werden, welche Bevölkerungsgruppen am häufigsten die Bibliotheken besuchen und wie das virtuelle Zentralverzeichnis funktioniert. Ebenfalls interessierte die Gruppe, wie sich die Bibliotheken finanzieren. Bei den verschiedenen Treffen bekamen die Moskauer Fachkräfte nicht nur Einblicke in die Arbeitsweise der Bibliotheken, sondern lernten auch das Projekt „Lesen macht stark“ des Deutschen Bibliotheksverband e.V. kennen. Ziel des Projektes ist es Kinder zum Lesen zu motivieren. Das Leseprojekt konzentriert sich auf in der Bildung benachteiligte Kinder, die aus sozial schwächeren Familien kommen oder keinen ausreichenden Zugang zu kulturellen Einrichtungen erhalten.

“MEINE-DEINE-UNSERE GESCHICHTE” – Teilnehmer/innen aus Moskau für einen Jugendaustausch zum Ende des Zweiten Weltkrieges in Berlin gesucht!

Der Deutsch-Russische Austausch e.V. organisiert im Rahmen der Städtepartnerschaft Berlin-Moskau und des Themenjahres „70 Jahre Ende Zweiter Weltkrieg“ eine deutsch-russische Jugendbegegnung im Zeitraum vom 07.12.2015-13.12.2015 in Berlin. Die Jugendbegegnung wird in Kooperation mit der Moskauer Deutschen Zeitung sowie den Organisationen Reflow und Fuchsbau durchgeführt.

Welche Kosten entstehen für die Teilnehmer/innen?

Die Teilnehmer/innen tragen die Kosten für eine Auslandskrankenversicherung. Kosten für Flug, Unterkunft, Verpflegung und Transfer werden von der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft Berlin getragen.

Welche Ziele hat das Programm?

In Berlin sollen junge Leute aus Moskau und Berlin ermutigt werden, sich mit dem Zweiten Weltkrieg als Teil der europäischen Geschichte auseinander zu setzten. Im Programm sind Besuche von Gedenkstätten zum Zweiten Weltkrieg und Exkursionen geplant. Der Blick soll jedoch nicht nur in die Vergangenheit gerichtet werden, sondern auch durch Gesprächsrunden Gelegenheit zum Austausch zu Problemen wie Rassismus, Nationalismus und Neofaschismus im heutigen Europa bieten.

Wer kann sich bewerben?

Für die Teilnahme können sich Jugendliche im Alter von 18 bis 20 Jahren aus Moskau bewerben. Kenntnisse der deutschen Sprache sind von Vorteil, aber keine Bedingung.

Bewerbungsunterlagen:

  • tabellarischer Lebenslauf,
  • Nachweis der deutschen Sprachkenntnisse
  • Bewerbungsschreiben, aus dem die Motivation zur Teilnahme am Projekt, die beruflichen Ziele und das Interesse an der Geschichte sowie an der Auseinandersetzung mit dem Thema “Zweiter Weltkrieg”, Offenheit für alternative Geschichtsbilder und andere Perspektiven, sowie Bereitschaft zur Diskussion und Reflexion hervorgehen.

Eure Bewerbungen schickt bitte per Email an Frau Anna Brazhnikova an folgende Adresse: gtv(at)martens.ru.

Einsendeschluss für alle Bewerbungen ist der 5. Oktober 2015!

Städte Berlin und Moskau weiter in Kontakt: Konferenz zu Jugendkulturarbeit und Begegnungen

20150822_175310Trotz des politisch angespannten Klimas und des Kursverfalls des Rubels geht es in der Städtepartnerschaft Berlin-Moskau weiter: Um sich international auszutauschen, lud das Departement für Kultur der Stadt Moskau die Partnerstädte weltweit zu einer Konferenz über die Entwicklung der Jugendkulturarbeit vom 19.-22.08.2015 in Moskau ein. TeilnehmerInnen kamen u. a. aus Armenien, Litauen, China, Indien, Kolumbien und Deutschland. Sie berichteten über Projekte, die von Streetart bis zur Leseförderung in Bibliotheken reichten. Aus Berlin kamen Roman Elsner (DRA Berlin) und Katrin Hukal von der Landesvereinigung Kulturelle Jugendbildung Berlin e.V. Katrin Hukal sprach über die Idee, Geschichte und Kultur des Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ). Roman Elsner – DRA-Koordinator für die Austauschbeziehungen von Berlin und Moskau im Bereich der Familien- und Jugendpolitik im Auftrag der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft Berlin (SenBJW) – erörterte die Austauschmaßnahmen für 2015 und 2016 und initiierte zwei weitere Jugendbegegnungen: Vom 19.-28. Oktober 2015 wird ein HipHop-Austausch zwischen Jugendlichen des “Moskauer Produktionszentrums” und des Berliner Jugendzentrums Impuls in Moskau stattfinden. Vom 7.-13. Dezember ist ein Austauschprogramm im Rahmen des Themenjahres “70 Jahre Ende Zweiter Weltkrieg” zwischen Berliner und Moskauer Jugendlichen in Berlin vorgesehen. Partner sind die Moskauer Deutsche Zeitung und das Berliner Jugendzentrum Fuchsbau. Die Begegnungen werden von der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft Berlin unterstützt. Weitere Infos zur Berlin-Moskau-Städtepartnerschaft finden Sie auf der Internetseite des Deutsch-Russischen Austausch e.V. und hier auf dem Berlin-Moskau-Blog.

13. Deutsch-Russische Städtepartnerschaftskonferenz in Karlsruhe

KonferenzHeute endete die 13. Deutsch-Russische Städtepartnerschaftskonferenz, welche vom 27.-30. Juni in Karlsruhe stattfand. Organisiert wurde die Veranstaltung vom Deutsch-Russischen Forum, dem Bundesverband Deutscher West-Ost Gesellschaften e. V., der Stadt Karlsruhe sowie der Stiftung West-Östlicher Begegnungen. Der DRA war mit Roman Elsner, Koordinator für die Austauschmaßnahmen im Bereich der Familien- und Jugendpolitik für die Senatsverwaltung Bildung, Jugend, Wissenschaft Berlin in Verbindung mit der Berlin-Moskau Städtepartnerschaft vor Ort. Für die Organisatoren sollte die Konferenz vor allem ein Zeichen zur Fortsetzung der deutsch-russischen zivilgesellschaftlichen Zusammenarbeit setzen. Die „große“ Politik wurde daher im Zusammenhang mit den angespannten Beziehungen zwischen Deutschland und Russland sowie dem Vorgehen des Kremls in der Ukraine nur kurz gestreift. Unterschiedliche Standpunkte in Verbindung mit den Sanktionen gegenüber Russland oder die Auswirkungen der Einführung des europäischen Visa-Informationssystems Mitte September 2015 in Russland fanden daher eine nur geringe Betonung. Dafür bot aber die Veranstaltung genug Gelegenheit zum Austausch mit den über 500 angereisten Vertretern aus den nunmehr 100 existierenden Städtepartnerschaften in den 5 Arbeitsgruppen Berufliche Bildung, Wirtschaftliche Verbindungen, Verständigung und Versöhnung im Kontext 70 Jahre Kriegsende, Kommunale Selbstverwaltung sowie Jugend und Sprache.

Deutsch-Russischer Jugendaustausch: Verständigung durch Austausch der Perspektiven und Zusammenarbeit im Bereich Geschichte fördern

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Unter dem Motto „70 Jahre nach Ende des 2. Weltkriegs: Jugendaustausch, Verständigung, gemeinsame Zukunft“ wurden am 5. Juni 2015 in Moskau die Themenjahre zur Auseinandersetzung mit der Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg eröffnet. Drei Tage lang tauschten sich etwa 90 VertreterInnen verschiedener Schulen, Organisationen und Projekte aus Deutschland und Russland aus und entwickelten Ideen für zukünftige Begegnungsmaßnahmen. Roman Elsner, Projektleiter für die Koordination der Austauschmaßnahmen im Rahmen der Berlin-Moskau-Städtepartnerschaft im Bereich der Familien- und Jugendpolitik nahm in Vertretung für den Deutsch-Russischen Austausch e. V. und die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft Berlin teil.

Die Themenjahre sind eine gemeinsame Initiative der Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch und des russischen Koordinierungsbüros für den Jugendaustausch mit Deutschland. Ziel ist es die verschiedenen Akteure des Jugendaustauschs stärker in der Auseinandersetzung mit der schwierigen Thematik des 2. Weltkriegs einzubinden und die deutsch-russische Zusammenarbeit zu historischen Themen zu intensivieren.

Zur Eröffnungsveranstaltung im „Zentralmuseum des Großen Vaterländischen Krieges“ sprachen Venjamin Kaganov (Stellvertretender Minister im Ministerium für Bildung und Wissenschaft der Russischen Föderation), Bettina Bundszus-Cecere (Abteilungsleiterin Kinder und Jugend des BMFSFJ), Sergej Pospelov (Leiter der Föderalen Agentur für Jugendfragen der RF) und Andreas Meitzner (Beauftragter für Auswärtige Kulturpolitik, Auslandsschulen und Netzwerk Deutsch im Auswärtigen Amt)

Die unterschiedlichen Erinnerungskulturen traten hierbei bereits bei den Grußworten der jeweiligen Vertreter zu Tage. Betonten die deutschen Vertreter vor allem das Ende und die Aufarbeitung des Krieges, erhielt auf russischer Seite insbesondere der Sieg über den Faschismus eine besondere Stellung.

Eine tiefere Herausarbeitung der Erinnerungskulturen zum 2. Weltkrieg in Deutschland und in Russland erfolgte darüber hinaus in zwei Fachvorträgen im Anschluss der Eröffnung durch Dr. habil. Birgit Schwelling (Kulturwissenschaftliches Institut Essen) und Vladimir Rudakov (Chefredakteur der Zeitschrift „Geschichte“). Erstere charakterisierte dabei die deutsche Erinnerungskultur als eine „postheroische Erinnerungskultur“, wobei die Erinnerung an die deutschen Verbrechen kein endender Prozess ist. Rudakov schilderte eingangs die unterschiedlichen Etappen und Bedeutung der Erinnerung an den 2. Weltkrieg, welche unter Leonid Breschnew und nun unter Wladimir Putin an Bedeutung gewonnen hat.

Die anschließende „Opferdebatte“ offenbarte deutliche Unterschiede in der Geschichtswahrnehmung in Deutschland und Russland. Bundespräsident Gauck, so Schwelling, betonte in seiner Rede anlässlich des Gedenkens zum Ende des Zweiten Weltkriegs, dass sich der Tod von Millionen sowjetischer Kriegsgefangener lange Zeit in einer Art Erinnerungsschatten der deutschen Gesellschaft befand. Auffallend während der Veranstaltung war dabei auf russischer Seite die Vereinnahmung der ca. 27. Mio. Kriegsopfer als Kriegsopfer Russlands („27 Mio. Kriegsopfer in unserem Land“), welche jedoch die ganze Sowjetunion zu tragen hatte.

Welche Rolle das gemeinsame Erinnern an den 2. Weltkrieg im Jugendaustausch haben kann, wurde im Anschluss der Fachvorträge im Rahmen einer Podiumsdiskussion erläutert. Gelegenheit zum Austausch und Anregungen für neue Projektideen gab es in verschiedenen Workshops, die am 6. und 7. Juni das Thema vertiefend behandelten.

Zum Abschluss wurde durch das Konsulat der Deutschen Botschaft über die geplante Einführung des Visainformationssystems (VIS) für Antragsteller aus der Russischen Föderation ab dem 14. September 2015 informiert. Eine Einführung des VIS für die Staaten der östlichen Partnerschaft erfolgt dabei bereits ab dem 23. Juni 2015. Alle TeilnehmerInnen an der Veranstaltung in Moskau waren sich darüber einig, dass ungeachtet aller Bekenntnisse der Politik zur Aufrechterhaltung der zivilgesellschaftlichen Beziehungen zu Russland, durch die Einführung des VIS, eben diese jedoch nun erheblich erschwert und behindert werden. Im Interesse einer Weiterführung des deutsch-russischen Jugendaustauschs fordern daher die TeilnehmerInnen der Veranstaltung in einer gemeinsamen Resolution, eine Ausnahme für Kinder- und Jugendliche zu schaffen.

Das Programm der Veranstaltung sowie der Vortrag von Dr. habil. Schwelling ist auf der Seite der Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch unter http://www.stiftung-drja.de/themenjahre-2015-16/ einzusehen.