Fachaustausch zur historisch-politischen Bildungsarbeit zur Aufarbeit von Totalitarismus und Gewaltherrschaft mit Fachkräften der Jugendarbeit in Berlin

Städtepartnerschaft Berlin-Moskau / Fachaustausch zur historisch-politischen Bildung in der Jugendarbeit mit sieben Vertretern des Музей истории ГУЛАГа / GULAG History Museum aus Moskau in der vergangenen Woche. Treffen mit Kollegen und Gleichgesinnten. Austausch zu Methoden, Problemen oder gemeinsamen Projekten. Im Detail siehe dazu #музейгулага #gulagmuseum. Auf dem Programm standen Termine in folgenden Einrichtungen: Topographie des Terrors BStU Stasi-Unterlagen-Archiv Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen Stasi-Zentrale. Campus für Demokratie Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen – Sachsenhausen Memorial Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur Jüdisches Museum Berlin | Jewish Museum Berlin Reichstag dome. Gefördert wurde der Austausch von der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie.

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Fachaustausch zur historisch-politischen Bildungsarbeit zur Aufarbeit von Totalitarismus und Gewaltherrschaft mit Fachkräften der Jugendarbeit in Moskau

Gestern ging in Moskau ein fünftägiger Austausch mit 8 Berliner Teilnehmer_innen im Rahmen der Städtepartnerschaft Berlin-Moskau zu Ende. Im Fokus der Austauschmaßnahme stand die Aufarbeitung der stalinistischen Repressionen sowie der Umgang mit dem Gedenken an das sowjetische Gulag-System. Mit den Moskauer Kollegen wurden dabei vor allem konzeptionelle Fragestellungen und Methoden der Jugendgeschichtsarbeit thematisiert. Die verschiedenen Termine vermittelten dabei ein gemischtes Bild des Umgangs mit diesem schwierigen Thema. Beeindruckt hat die engagierte Arbeit der Kollegen des Staatlichen Moskauer Gulag-Museums (Музей истории ГУЛАГа / GULAG History Museum) und des Staatlichen Archivs für sozialpolitische Geschichte mit ihren Ausstellungen zum „Roten Terror“ der 30er Jahre. Insbesondere das Moskauer Gulag-Museum bemüht sich dabei stark um eine Arbeit mit Schulen in Moskau und engagiert sich ebenso in den Regionen Russlands. Ein widersprüchliches Bild lieferte der Besuch der Gedenkstätte in Butowo, wo 1937-38 über 20.000 Menschen durch den damaligen Geheimdienst NKWD erschossen und in Massengräbern verscharrt wurden, nun aber angrenzend an das Gelände der Inlandsgeheimdienst FSB eine Datschensiedlung betreibt. Bedrückend waren ebenso die Schilderungen durch Vertreter_innen des Sacharow-Zentrums, welches 2014 in das Register für „ausländische Agenten“ aufgenommen wurde und nahezu monatlich Übergriffe durch Kosaken und verschiedene andere radikale Gruppen erfahren. Weitere Gesprächstermine gab es bei Memorial mit Nina Sherbakova (Международный Мемориал) oder dem Moskauer Historischen Museum.
Partner der Austauschmaßnahme war das Staatliche Gulag-Museum in Moskau. Gefördert wurde der Austausch durch die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie.        #DRA #BerlinMoskau

Konferenz „Kommunale und regionale Kooperationen: Perspektiven für die Partnerschaft“ in Moskau

Im Rahmen des deutsch-russischen Jahres der kommunalen und regionalen Partnerschaften wurde am vergangenen Dienstag zur Konferenz „Kommunale und regionale Kooperationen: Perspektiven für die Partnerschaft“ in die Gesellschaftskammer der Russischen Föderation
nach Moskau eingeladen. Für den Bereich der Familien- und Jugendpolitik der Städtepartnerschaft Berlin-Moskau und den DRA war Roman Elsner vor Ort. Im Rahmen der städtepartnerschaftlichen Beziehungen zwischen Berlin und Moskau konnten dabei auch einige Austauschmaßnahmen im Bereich der Familien- und Jugendpolitik geklärt werden. Mit dem Institut für Berufs- und Weiterbildung für Mitarbeiter im sozialen Bereich der Stadt Moskau wurden dabei eine Vielzahl von Bildungsreisen zur Kinder- und Jugendhilfe erörtert. Im Bereich der historisch-politischen Bildung wurden mit dem Gulag-Museum in Moskau zwei Austauschmaßnahmen für Moskauer und Berliner Pädagogen der Jugendgeschichtsarbeit zur Aufarbeitung des Totalitarismus in Russland und Deutschland für Mai und Juni 2018 fest verabredet. Erstmalig wird es 2018 auch mit dem Jüdischen Museum für Toleranz einen Fachaustausch zu Jugendbildungsprogrammen im Bereich der Toleranzförderung geben.

Webbinar zur Sozialarbeit mit Familien in krisenhaften Situationen

Im Rahmen der Städtepartnerschaft Berlin-Moskau referierte am vergangenen Freitag (17.11.2017) Anke Giesen vom Sozialpädagogischen Fortbildungsinstitut Berlin-Brandenburg in einem Webbinar zum Thema “Familien in unsicheren Lebenslagen: das Berliner Früherkennungssystem” während der Konferenz “Ungefährliche Mutterschaft!” in Moskau. Neben den Kollegen aus Moskau waren auch Teilnehmer_innen aus verschieden Regionen Russlands angereist und Referenten aus Partnerstädten in China und Frankreich online hinzugeschaltet. Roman Elsner, DRA-Koordinator für die Austauschmaßnahmen im Rahmen der Berlin-Moskau Städtepartnerschaft im Bereich der Familien- und Jugendpolitik, hielt ein Grußwort zu Beginn der Konferenz und unterstrich die große Bedeutung der langjährigen Austauschmaßnahmen. Einen ausführlichen Bericht (RU) vom Institut für Weiterbildung von Mitarbeitern im sozialen Bereich zu der Veranstaltung gibt es hier. Für das Frühjahr 2018 ist bereits ein weiteres Webbinar und eine Bildungsreise für Fachkräfte im Bereich der Förderung von Kinder und Jugendlichen mit Behinderung aus Moskau geplant.  

Städtepartnerschaft Berlin-Moskau: Jugend tanzt!

Sechs junge Tänzer/innen aus Moskau kamen im Juli auf Einladung des DRA und des Kinderrings Berlin e.V. nach Berlin, wo sie gemeinsam mit deutschen Jugendlichen eine deutsch-russische Tanzperformance erarbeiteten. Eine Woche lang tanzte, kochte und lachte die Gruppe zusammen und bereitete sich auf ihre Auftritte beim Festival „Wir – МИР“ (МИР: sprich „mir“, russ. „Frieden“) vor, das von der Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch zum Abschluss des Deutsch-Russischen Jugendaustauschjahres 2016/17 vom 13.-15. Juli in Berlin veranstaltet wurde.

Die vom DRA initiierte und koordinierte Begegnung wurde im Rahmen der Städtepartnerschaft Berlin-Moskau und gemeinsam mit dem Kinderring Berlin e. V. durchgeführt. Gefördert wurde der Austausch von der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie Berlin und dem Departement für Kultur der Stadt Moskau.

XIV. Deutsch-Russische Städtepartnerkonferenz in Krasnodar

Unter dem Motto „Kontakte knüpfen – Projekte anstoßen – Vertrauen stärken: Impulse für die deutsch-russischen Beziehungen“ fand vom 28. Juni bis zum 30. Juni 2017 in Krasnodar die XIV. Deutsch-Russische Städtepartnerkonferenz statt. Zahlreiche Vertreter_innen aus deutschen und russischen Städten und Organisationen waren dazu in den Süden Russlands gekommen, um über Herausforderungen und Perspektiven der Zusammenarbeit in insgesamt sechs Arbeitsgruppen zu diskutieren. Im Auftrag der Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie war Roman Elsner vor Ort. Parallel zur Konferenz fand auch erstmals im Rahmen einer Deutsch-Russischen Städtepartnerkonferenz ein Jugendforum statt. Über 100 junge Menschen aus den deutsch-russischen Städtepartnerschaften entwickelten dabei gemeinsame Projektideen und engagierten sich bei verschiedenen Workshops. Junge Vertreter aus Moskau und Berlin diskutierten dabei gemeinsam mit Roman Elsner über Rahmenbedinungen und mögliche Projektideen im Rahmen der Städtepartnerschaft Berlin-Moskau. Mit der Teilnahme der beiden Außenminister an der Eröffnungsfeier erhielt die Konferenz auch von politischer Seite Unterstützung, welche zugleich das Jahr der kommunalen und regionalen Partnerschaften 2017/2018 einläuteten. Zum Abschluss übergab Krasnodars Oberbürgermeister Evgenij Perwyshow den Staffelstab an den Landkreis Düren, welcher 2019 Austragungsort der kommenden Deutsch-Russischen Städtepartnerkonferenz sein wird.

Netzwerktreffen: »Deutsch-Russische Kommunale Partnerschaften: Investitionen wagen, Zusammenarbeit fördern«

In Anlehnung an die 14. Städtepartnerkonferenz Ende Juni in Krasnodar (Russland) trafen sich vom 14. bis 18. Mai in Kursk junge Nachwuchskräfte zum Thema »Deutsch-Russische Kommunale Partnerschaften: Investitionen wagen, Zusammenarbeit fördern«. Für den DRA und die Städtepartnerschaft Berlin-Moskau war Projektleiter Roman Elsner vor Ort. Auf dem Programm standen Treffen mit der Gebietsadministration und Veteranen, Diskussionen über städtepartnerschaftliche Kooperationen, Besuche bei Klein- und Mittelständischen Unternehmen oder des Soldatenfriedhofes bei Besedino in der Region. Durchgeführt wurde das Seminar vom Deutsch-Russischen Forum in Kooperation mit der Gebietsadministration Kursk.

Bildungsreise nach Berlin zum Thema „Soziale Hilfe für Familien und Jugendliche in Krisensituationen“

Heute endete eine viertägige Fortbildungsreise zum Thema „Soziale Hilfe für Familien und Jugendliche in Krisensituationen“, die vom 26.4. bis 30.4.2017 in Berlin stattfand und vom DRA organisiert wurde. Eine Gruppe von 13 Moskauern  war angereist, um  die Themen und Arbeitsweisen in der Familien- und Jugendhilfe in der Partnerstadt kennenzulernen und sich mit Kollegen auszutauschen. Ein großer Teil der Teilnehmerinnen sind selbst Leiterinnen der „Zentren für soziale Hilfe für Familien und Kinder“  oder leiten Abteilungen des „Krisenzentrums für Frauen und Kinder“ in Moskau. Deshalb war für die Gruppe die Auseinandersetzung mit dem ähnlich angelegten städtischen Programm Landesprogramm Berliner Familienzentren und der Besuch eines solchen Zentrums in Hohenschönhausen von besonderem Interesse. Das Treffen mit Vertretern des Berliner Beirats für Familienfragen führte zu einem bereichernden Austausch für beide Seiten, in dem die für beide Städte aktuellen sozialen Problemfelder zur Sprache kamen und viele Parallelen festgestellt wurden.

Einblicke in die konkrete Krisenbewältigungs-Arbeit  erhielt die Gruppe u.a. beim Besuch der Fachberatungs- und Interventionsstelle bei häuslicher Gewalt (gegen Frauen und Kinder) oder im Projekt Lern-Oase für schuldistanzierte Jugendliche des SOS-Kinderdorfes Berlin.

Unterstützt wurde der Austausch von der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie Berlin.

Drei Medaillen für Berliner Schüler_innen bei Olympiade in Moskau!

14258308_1246670278686572_4656785754975237400_oAcht Schüler_innen aus Berlin nahmen – vom Schüleraustausch des DRA betreut – am 3.-10. September in Moskau an der Ersten Internationalen Schülerolympiade teil. Sie traten dort in den Fächern Mathematik, Physik, Chemie und Informatik an. Die Teilnehmer_innen waren aus 18 Ländern angereist, darunter auch China, Indien und die Vereinigten Arabischen Emirate. Bei einem “Blitzturnier” mussten die Kandidat_innen zunächst innerhalb von zwei Stunden 80 Aufgaben in Gruppenarbeit lösen. Siegreich waren hier die Teams aus Moskau, Jakarta, St. Petersburg, Sofia und Budapest. Anschließend ging es darum, selbstständig im jeweiligen Wahlfach die bestmögliche Punktzahl in die Teamwertung einzubringen. In dieser zweiten Disziplin belegten Teams aus Moskau, St. Petersburg und Belgrad die ersten Plätze. Die Berliner Gruppe gewann zwei Silbermedaillen in Chemie und eine Bronzemedaille in Informatik. Die jungen Chemie-Experten David Todorov und Maurice Béringuier sowie der IT-Spezialist Coskun-Deniz Karabacak kamen jeweils unter die 15 Besten ihres Faches. Im Rahmen des Begleitprogramms besuchten die Teilnehmer_innen der Schülerolympiade die Ausstellung “Russland – meine Geschichte”, das Kosmonautenmuseum und weitere Sehenswürdigkeiten und hörten bei dem Internetdienstleistungsunternehmen Yandex Vorträge zu aktuellen Forschungen auf dem Gebiet der Physik. Die Berliner Gruppe zeigte sich von der Olympiade begeistert – und verlieh auch den Betreuer_innen des DRA unter Leitung von Olga Matyushenkova Bestnoten.

„Jugendkulturen“ – Internationale Jugendbegegnung in Berlin und Zechlin

Zechlin - Dynamisch im Grünen

Im Rahmen der Städtepartnerschaft Berlin-Moskau organisiert die Marzahner Jugendfreizeiteinrichtung Impuls des Kinderring Berlin e.V. gemeinsam mit dem DRA unter dem Motto „Jugendkultur“ vom 14. bis 27. August 2016 eine internationale Jugendbegegnung in Berlin und Brandenburg mit 10 Jugendlichen aus Moskau, dem Moskauer Gebiet und Jugendlichen aus Berlin-Marzahn.
Nach einem einwöchigen, breit gefächerten Kultur- und Freizeitprogramm, das den Jugendlichen die Möglichkeit bietet, Berlin in all seiner Vielfalt kennenzulernen, geht die Reise zusammen mit den Jugendlichen aus Marzahn weiter nach Zechlin in die Prignitz. Dort treffen sich dieses Jahr junge Menschen aus Polen, Tschechien, Russland, Ungarn und Deutschland, um sich im Grünen zwischen dem Schwarzen und dem Großen Zechliner See eine Woche lang mit Workshops zu Themen wie Tanz, Musik, Akrobatik, Malerei oder Kreativität zu beschäftigen. Im Vordergrund steht das gemeinsame und gegenseitige Entdecken der verschiedenen Jugendkulturen, um schließlich den gewonnenen Erfahrungen in selbst erarbeiteten, künstlerischen Präsentationen Ausdruck zu verleihen.

Weitere Informationen zur Städtepartnerschaft gibt es auf der Internetseite des DRA https://austausch.org/staedtepartnerschaft-berlin-moskau.html.